Das Deutsche Akromegalie-Register stellt sich vor
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Vorstandsmitglieder:
Prof. Dr. Christof Schöfl (Sprecher)
Prof. Dr. Martin Grußendorf
Prof. Dr. Jürgen Honegger
Dr. Cornelia Jaursch-Hancke
Prof. Dr. Jochen Schopohl
(Stand Oktober 2008 ff)
Prof. Dr. Christof Schöfl (Sprecher)
Prof. Dr. Martin Grußendorf
Prof. Dr. Jürgen Honegger
Dr. Cornelia Jaursch-Hancke
Prof. Dr. Jochen Schopohl
(Stand Oktober 2008 ff)
In der AG Hypophyse und Hypophysentumore der Deutschen Gesellschaft für
Endokrinologie arbeiten Spezialisten zusammen, die auch besondere Erfahrung in
der Diagnostik und Therapie des seltenen Krankheitsbildes Akromegalie besitzen.
Die AG hat das Deutsche Akromegalie-Register initiiert, um eine verbesserte,
frühere Diagnose der Akromegalie zu fördern und damit den Patienten bessere
Heilungschancen zu eröffnen.
Die Akromegalie ist eine seltene Erkrankung. Die Inzidenz wird mit 3-4
/Million/Jahr angegeben. Statistisch kann man bei einer Lebensarbeitszeit von
rund 40 Jahren davon ausgehen, dass nur 16 von 100 Fachärzten für Allgemein-
oder Innere Medizin jemals einen Patienten mit Akromegalie sehen werden. Das
Intervall zwischen ersten Symptomen und der Diagnose beträgt etwa 6-10 Jahre.
Meist ist das Hypophysenadenom dann bereits ein Makroadenom. Trotz deutlicher
Verbesserungen der endokrinologischen Diagnostik, der bildgebenden Verfahren
und der operativen und strahlentherapeutischen Techniken ist die Heilungsrate
daher unbefriedigend. Bei frühzeitiger Diagnose - im Stadium eines Mikroadenoms
- sind die Chancen einer kurativen Operation in den Händen eines hierin
erfahrenen Neurochirurgen mit 80 - 90% gut. Handelt es sich um ein Makroadenom,
so liegt die Heilungsrate deutlich unter 50%.
In Deutschland - wie
auch in anderen Ländern -gibt es für diese seltene Erkrankung nur unzureichende
epidemiologische Daten. Kenntnisse über das diagnostische Vorgehen bezüglich
der Erkrankung und ihrer Ko-Morbidität, über die primären therapeutischen
Entscheidungen, über die Operations-Erfolge, über die Entscheidungen zur
Sekundär-Therapie sowie deren Erfolge sind unzureichend. Sie stammen zudem
vorwiegend aus einigen wenigen großen, spezialisierten Zentren.
Das Deutsche Akromegalie-Register wird versuchen, den größten Teil der
Patienten mit einer Akromegalie in Deutschland zu erfassen und so eine
objektive Datenbasis bereit zu stellen. Erfasst werden alle verfügbaren Daten
zum Spontanverlauf, zur Ko- Morbidität, sowie zur Diagnostik und Therapie. Ziel
ist die Erfassung von 5000 Patienten.
Aus den Erkenntnissen eines retrospektiven Erhebungsteiles sollen
Vorschläge zur Optimierung des Vorgehens in Praxen und Kliniken erarbeitet
werden. In einem prospektiven Erfassungsteil - angelegt auf eine Dauer von 10
Jahren - wird es möglich sein zu überprüfen, ob eine wesentliche Verbesserung
von Diagnostik und Therapie erreicht werden kann.
Das Register wird
finanziell unterstützt durch die Firmen Novartis
Pharma GmbH, IPSEN Pharma Deutschland und Pfizer Pharma GmbH. Eine enge
Kooperation besteht mit dem englischen Akromegalie-Register. So wird in beiden
Registern dieselbe - in England erarbeitete - Software verwendet, um die
Ergebnisse unmittelbar miteinander vergleichen zu können. Die Organisation und
technische Durchführung liegt in den Händen der Firma Lohmann & Birkner,
Health Care Consulting GmbH, Berlin.